Über die Wunderbeere

Die Wunderbeere (miracle fruit berry oder lat. Synsepalum dulcificum)

Reife Wunderbeeren

Reife Wunderbeeren

Die Wunderbeere (lat. Synsepalum Dulcificum), auch als miracle fruit oder miracle berry bekannt, stammt aus dem tropischen westlichen Afrika, und trägt zweimal jährlich Früchte.  In der Wunderbeere enthalten ist das Mirakulin,  ein Protein, welches aus 191 Aminosäuren besteht. Miraculin selbst ist geschmacklos, doch wenn die menschliche Zunge Miraculin ausgesetzt wird, nimmt sie eigentlich saure Speisen wie z.Bsp. Zitrusfrüchte, als süß wahr. Wird Miraculin gleichzeitig mit Säuren konsumiert, so braucht es einen Moment, bis sich der Effekt einstellt. Bis das Miraculin wirkt, schmeckt eine Mischung mit Säuren zuerst sauer, nach einer Verzögerung stellt sich dann der süße Geschmack ein.

Da die Wunderbeere selbst kaum über einen Eigengeschmack besitzt, wurde die Geschmackskonversion als Wunder angesehen. Dies erklärt auch den Namen “Wunderbeere”. In Westafrika wurde die Wunderbeere benutzt, um den Geschmack saurer Speisen zu verbessern.

Die aktive Substanz, die der japanische Wissenschaftler Kenzo Kurihara isolierte, wurde nach der Wunderbeere (engl. miracle fruit) benannt, als er seine Arbeit 1986 in Science eröffentlichte.

Miraculin könnte zukünftig als kalorienarmer, für Diabetiker geeigneter Süßstoff genutzt werden. Die Herstellung ist derzeit allerdings noch zu teuer. Versuche, Miraculin auf gentechnischer Basis herzustellen, könnten der Herstellung eines neuen zuckerfreien Süssungsmittels dienen. Japanische Wissenschaftler waren beispielsweise erfolgreich mit der Erzeugung genveränderter Pflanzen wie dem Gartensalat, die Miraculin produzieren. Auch Ansätze zur Produktion mittels gentechnisch veränderter Bakterien (Escherichia coli) wurden bereits beschrieben.

Die Wunderbeere – Eine wahres Geschmackswunder, ist in Tablettenform in unserem Shop erhältlich.

Weitere Informationen zur Wunderbeere finden Sie im beiliegenden PDF der Universität ULM: Universität Ulm, Synsepalum dulcificum – Die Wunderbeere